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Bachverein Düsseldorf e.V.
Seit dem Jahre 1870 besteht in der Hauptstadt des Bundeslandes NRW Düsseldorf ein Chor unter dem Namen „Bachverein“. Gegründet wurde diese Chorgemeinschaft von dem damaligen Musikdirektor Wilhelm Schauseil, einem Freunde Norbert Burgmüllers. Neben dem schon existierenden „Musikverein“ sollte sich dieser Kreis insbesondere der Erarbeitung und Aufführung der Bachschen Werke widmen, dennoch standen schon in den ersten Jahren nach Gründung Werke der Romantik und sogar Uraufführungen auf dem Programm. In den Konzertprogrammen der Jahre bis 1895 sind Mitwirkende wie Clara Schumann oder Lilli Lehmann verzeichnet. In den Wirren des ersten Weltkrieges verliert sich zunächst die Spur des Chores, bis es 1919 zur Neugründung kam, ein Jahr vor dem 50jährigen Bestehen des Kreises. Als der geeignete Chorleiter, er sollte es 56 Jahre sein, wurde im Jubiläumsjahr 1920 der junge Joseph Neyses berufen, der später als Direktor des Düsseldorfer Konservatoriums tätig wurde. Werke der frühbarocken und barocken Epoche wurden in damals noch wenig verbreiteten authentischen Interpretationen zu Gehör gebracht, eine bedeutende Zeit für den Chor, der diesbezüglich auch im führenden Nachschlagewerk MGG erwähnt ist. Seit 1976 standen Hans-Josef Irmen und Wolfram Fürll als Dirigenten dem Bachverein vor. Seit 1989 leitet nun Thorsten Pech die Chorgemeinschaft, seiner Initiative ist es zu verdanken, daß neben den großen oratorischen Werken auch die A-cappella-Literatur, schon zur Gründungszeit unverzichtbarer Bestandteil der Chorarbeit, wieder in die Programmgestaltung einbezogen wurde. Hier hat sich der Bachverein inzwischen ein umfangreiches Repertoire vom Frühbarock bis zur Moderne (Jürg Baur, Duruflé, Poulenc, Strohbach,) erarbeitet und gestaltet damit Konzerte auch über die Düsseldorfer Grenzen hinweg. Daneben gilt die Pflege der Bachschen wie der klassischen und romantischen Oratorien als Hauptaufgabe dieses Kreises.
Konzerthöhepunkte der letzten Jahren waren u.a. die Aufführungen des Brahms-Requiems, der h-Moll-Messe von J.S.Bach und Händels Messias, dazu unbekanntere Passionen von Telemann und Mozarts Requiem.
Regelmäßige Konzertreisen in Kammerchorbesetzung ( ca. 20 – 25 Mitglieder) führten den Chor u.a. im Jahre 2000 nach Ostdeutschland mit Konzerten in Dresden, Freiberg, Leipzig und Weimar. Im Jahre 2003 folgte eine Reise in die Schweiz.
Mit Freude kann der Bachverein feststellen, das weit über die Hälfte aller Chormitglieder in einer Altersstufe zwischen 25-45 Jahren zu finden sind, das motiviert, in der Tradition dieses Chores weiterzuarbeiten, vor allem mit dem Ziel, jungen Menschen den Zugang und die Freude an der Musik zu ermöglichen.
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